Nikolas Hächler
Die Herrschaft des Herakleios (610–641) zeichnet sich durch eine Reihe
von Krisen und unerwarteten Triumphen für den oströmisch-byzantinischen
Staat aus. Die Untersuchung fragt (1) nach der Gewichtung von Krisen und
Katastrophen durch die Zeitgenossen, (2) nach den Maßnahmen zur
Generierung wirtschaftlicher, militärischer, ideologischer und
personeller Resilienzressourcen zur Überwindung staatlicher
Vulnerabilitäten sowie (3) nach den kurz-, mittel- und langfristigen
Folgen dieser Handlungen für den oströmisch-byzantinischen Staat. Es
zeigt sich, dass es dem Regenten unter Ausnutzung noch funktionierender
Herrschafts- und Verwaltungsstrukturen gelang, den Angriffen der Perser
zu trotzen. Die anschließende Siegeseuphorie ob des wundersam anmutenden
Sieges, die in der kaiserlichen Selbstinszenierung zusätzlich überhöht
wurde, trug dann aber wesentlich dazu bei, dass der plötzliche Aufstieg
der Muslime nicht rechtzeitig registriert wurde. Kurzfristig
erfolgreiche Resilienzmaßnahmen führten damit mittel- und langfristig zu
neuen Vulnerabilitäten für das Reich.
eBook ISBN:
9783112212257
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Professionals and Practitioners, Researchers
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