Friday, January 19, 2018

Newly Open Access Monograph Series: RGZM – Tagungen [Römisch-Germanische Zentralmuseum]

RGZM – Tagungen
In den Bänden dieser Reihe werden aktuelle Beiträge von wissenschaftlichen Tagungen oder Workshops publiziert, die das Römisch-Germanische Zentralmuseum (RGZM)  veranstaltet oder an denen das RGZM beteiligt ist. Für einige Bände ist das Erscheinen im Open Access parallel zum gedruckten Buch vorgesehen.

Eine Übersicht der erschienenen Tagungsbände erhalten sie im Online-Shop des RGZM.

Alexandra W. Busch, Jochen Griesbach, Johannes Lipps (Hrsg.)

Urbanitas – urbane Qualitäten
Die antike Stadt als kulturelle Selbstverwirklichung

RGZM – Tagungen, Band 33
Die schier unüberschaubare Anzahl antiker Städte lässt keinen Zweifel daran, wo im klassischen Altertum das Leben pulsierte. Worin genau die große Anziehungskraft der Städte bestand, lässt sich allerdings nur anhand seltener Äußerungen in den Schriftquellen erahnen: Abgesehen von den vielfältigen Unterhaltungsangeboten, mit denen die Städte aufwarten konnten, ist dort stets von Verfeinerungen die Rede, sei es im gesellschaftlichen Miteinander oder in der Gestaltung der materiellen Welt. Aber wie lassen sich solche Facetten urbaner Kultur auch archäologisch nachweisen? Der Tagungsband wendet sich der Frage antiker urbanitas exemplarisch von verschiedenen Seiten zu: Zum einen gilt das Augenmerk all denjenigen architektonisch greifbaren Installationen, die ein kultiviertes Leben jenseits ökonomischer Kriterien der Nützlichkeit erkennen lassen. Zum anderen wird beleuchtet, mit welchen Mitteln sich die  Städte ein eigenes Selbstbewusstsein verschafft haben, das von Stolz, Prestigedrang und nachhaltigem Wir-Gefühl zeugt. Schließlich geht es aber auch ganz einfach um die Frage: Was macht die Stadt in den Augen der antiken Menschen zur Stadt? Welche urbanen Qualitäten mussten erfüllt sein, damit ein Gemeinwesen den Anspruch erheben konnte, sich auf Augenhöhe mit anderen Städten zu befinden? Die hier gesammelten Beiträge, die nicht nur die  großen Zentren, sondern auch Städte verschiedenster Größenordnungen bis an die Peripherie der Mittelmeerwelt im Zeitraum vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis in die Spätantike in den Blick nehmen, geben unterschiedliche Antworten  darauf: Es gibt durchaus wiedererkennbare Muster und verbindliche Normvorstellungen, aber nicht minder eigenwillige Lösungen und Sonderwege, dank derer die Städte ein eigenes Image entwickeln konnten.

New Open Access Monograph Series: Digital Classics Books

Digital Classics Books
Die Reihe Digital Classics Books wird als Monographienreihe im Open Access erscheinen und soll sowohl für Qualifikationsschriften offenstehen, die im Kontext von Digital Humanities-Projekten entstehen sowie für einzelne umfangreichere Beiträge bzw. mehrere, inhaltlich zusammenhängende Aufsätze, die als Sammelband erscheinen können.
Digital Classics Books soll eine Reihe werden, die Arbeiten aus den Altertumswissenschaften und angrenzenden Gebieten in Verbindung mit der Anwendung oder Entwicklung von Methoden aus den Digital Humanities veröffentlicht. Die eBooks werden für die Nutzer frei zum Download bereitgestellt und die weitergehenden Möglichkeiten des ePublishing sollen mit dieser Publikationsform ebenfalls realisiert werden. Die Reihe wird daher sowohl die Integration von Forschungsdaten direkt im Buch als auch online in einem Datenrepositorium ermöglichen. So sollen Leser nicht nur exemplarische Ergebnisse im Anhang, sondern die exportierten und aufbereiteten Gesamtergebnisse in Form von Tabellen im Datenrepositorium zu ihrer Verfügung haben.
Elektronische und gedruckte Publikationen sollen sich in der Reihe ergänzen, da gleichzeitig Print on Demand angeboten wird: Die Publikation der Werke erfolgt daher parallel in mehreren Versionen - sowohl in kostenfreier, digitaler Form (als PDF- und HTML-Datei) wie auch als gedrucktes Buch (Hard- oder Softcover), das im Sortiments- und im Online-Buchhandel kostengünstig erhältlich sein wird. Wir möchten damit für Autorinnen und Autoren zusätzlich zu unserem eJournal Digital Classics Online einen weiteren interessanten Publikationsort anbieten, der auch den Bedürfnissen der traditionellen Buchwissenschaften nach Verlagspublikation als gedruckter Monographie nachkommt und für Autoren entsprechend unseren Vorstellungen von Open Access ohne Gebühren zur Verfügung gestellt wird.

Charlotte Schubert, Sven-Philipp Brandt (Hrsg.)

Der Protreptikos des Iamblich 
Rekonstruktion, Refragmentarisierung und Kontextualisierung mit Textmining

Digital Classics Books, Band 1
Der vorliegende Sammelband vereint verschiedene Aufsätze, die mit den Methoden des Textmining Iamblichs Protreptikosanalysieren und dadurch neue Erkenntnisse für den Forschungsdiskurs über dessen Zusammenhänge mit dem aristotelischen Protreptikos und mit den Werken Platons liefern.
Iamblichs Protreptikos befasst sich mit der Lehre des Pythagoras und setzt sich zu diesem Zweck mit den philosophischen Strömungen der klassischen Zeit auseinander. Entsprechend viele Zitate jener Philosophen sind in diesem Werk zu finden. Die hier verwendeten Textminingtools des Portals eAQUA sind die Zitatanalyse und die Kookkurrenzanalyse. Beide Tools geben einen vielversprechenden Einblick in die Zitationspraxis Iamblichs.