Wednesday, December 31, 2025

Open Access Journal: Wiener Beiträge zur Alten Geschichte online (WBAGon)

 [First posted in AWOL 30 June 2020, updated 31 December 2025] 

Wiener Beiträge zur Alten Geschichte online (WBAGon)
ISSN: 2664-1100

Die Wiener Beiträge zur Alten Geschichte online (WBAGon) ist eine Reihe, die für Publikationen aus dem Bereich der Alten Geschichte und Altertumskunde sowie der Epigraphik und Papyrologie zur Verfügung steht. Das können sowohl monographische Werke als auch Sammlungsbände, wie etwa Akten zu Kongressen, umfassen.
Die WBAGon möchten für Autoren von höchstqualifizierten Publikationen eine rasche und unkomplizierte Plattform bieten, ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse einem möglichst breiten Publikum frei zugänglich machen.
Interessierte Autoren können direkt mit der Redaktion in Kontakt treten.
Manuskripte können als Worddokumente (doc oder docx) sowie als PDF per E-Mail an die Redaktion (franziska.beutler@univie.ac.at; katharina.knaepper@univie.ac.at) eingereicht werden. Die Autoren werden gebeten, für eine Einheitlichkeit der Zitierweise innerhalb eines Bandes zu sorgen. Es werden unten stehende Richtlinien empfohlen, aber auch andere Zitierweisen werden akzeptiert. Eine individuelle Gestaltung nach den Bedürfnissen des Bandes ist nach Absprache mit der Redaktion möglich.
Für Inhalt und Form der Beiträge sind sachlich und rechtlich allein die Autoren bzw. die Herausgeber des Bandes verantwortlich

Gesellschaft und Familie bei Etruskern und Italikern. Akten des 18. Treffens der Arbeitsgemeinschaft Etrusker & Italiker (Wien, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik, 6.–7. März 2020)
Bd. 4 (2022)

Gesellschaft und Familie bei Etruskern und Italikern.
Akten des 18. Treffens der Arbeitsgemeinschaft Etrusker & Italiker
(Wien, Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik, 6.–7. März 2020)

herausgegeben von

Petra Amann, Raffaella Da Vela, Robinson Peter Krämer

Dieser Band enthält die Beiträge des 18. Treffens der Arbeitsgemeinschaft ‚Etrusker & Italiker‘ des Deutschen Archäologenverbands (DarV), das am 6. und 7. März 2020 am Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik der Universität Wien stattgefunden hat. Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als Gruppe von Wissenschaftler*innen der deutschsprachigen Länder, die sich in regelmäßigen Workshops und Tagungen austauschen, miteinander diskutieren und aktuelle Projekte vorstellen (https://www.darv.de/arbeitsgemeinschaften/etrusker-und-italiker/). Unter den mittlerweile mehr als 100 Mitgliedern ist die gesamte akademische Bandbreite von Studierenden bis zu Professor*innen mit den unterschiedlichsten Erfahrungen, Perspektiven und Forschungen vertreten.

Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums war es ein besonders glücklicher Umstand, das Treffen der Arbeitsgemeinschaft am Gründungsort Wien durchführen zu können. Erst im Nachhinein wurde schließlich deutlich, dass diese Jubiläumstagung zu Beginn der Pandemie für zwei Jahre das letzte Treffen der Arbeitsgemeinschaft in Präsenz sein würde.

Das Thema lautete ‚Gesellschaft und Familie bei Etruskern und Italikern‘, der Fokus lag dabei auf den familiären Strukturen und ihrer engen Verflechtung mit der sie umgebenden Gesellschaft im gesamten italischen Raum des 1. Jahrtausends v. Chr., und zwar in den unterschiedlichsten Kontexten (etwa im Grabbereich, im religiösen Feld oder in Wohn- und Siedlungskontexten). Sozialstrukturen und -dynamiken sind generell immer noch ein stark unterrepräsentiertes Themenfeld der etruskisch-italischen Forschung. Es ist deshalb umso erfreulicher, dass soziale Fragestellungen im ‚vorrömischen‘ Italien in letzter Zeit deutlich mehr Aufmerksamkeit erlangen und verstärkt diskutiert werden.

Der vorliegende Band wird mit einem Beitrag von Petra Amann eröffnet, der als ‚Einführung‘ die bisherige Geschichte zur Erforschung der etruskischen Gesellschaft kritisch vorstellt, aber auch Desiderate und neue Entwicklungen aufzeigt.

Die folgenden elf Aufsätze decken das gesamte erste vorchristliche Jahrtausend ab und behandeln den Raum von der Po-Ebene bis nach Sizilien (siehe Abb.). Sie sind hier in vier thematische Blöcke gegliedert.

Der erste Themenkomplex lautet ‚Nekropolen und Sozialstrukturen im eisenzeitlichen Italien (ca. 1000-500 v. Chr.)‘. Hier werden die Lage von Gräbern, Grabbeigaben und Bestattungsriten für den Versuch der Rekonstruktion von Familienstrukturen, (engeren und weiteren) Verwandtschafts­verhältnissen und Gesellschaftsgruppen verwendet. Claudio Negrini untersucht in seinem Beitrag das Phänomen der Doppel- und Mehrfachbestattungen in der Po-Ebene des 9.–7. Jhs. v. Chr. Olaf Dörrer analysiert die Nekropolen des 8.–7. Jhs. v. Chr. in Pontecagnano im Hinblick auf potentielle Verwandtschaftsgruppen. Schließlich diskutiert Giacomo Bardelli anhand reicher Bestattungen im Numana des 7.–5. Jhs. v. Chr. mögliche religiöse und sozio-politische Rollen elitärer Frauen in der picenischen Gesellschaft.

Im zweiten Block geht es um ‚Soziale Beziehungen und Geschlechterverhältnisse in Etrurien‘, die anhand von Grabinschriften und bildlichen Darstellungen untersucht werden. Gertraud Breyer vergleicht etruskische und lateinische Inschriften und Namenformulare, um den Stellenwert der Frau in der etruskischen Gesellschaft zu rekonstruieren. Im nächsten Beitrag stellt Marie-Laurence Haack Paardarstellungen auf Deckeln von Urnen und Sarkophagen zusammen und diskutiert deren Bedeutung für das etruskische Konzept der Ehe(paare). Zuletzt analysiert Patrick Zeidler eine Vielzahl an bildlichen Darstellungen, um Abhängigkeitsverhältnisse und soziale Ungleichheiten sowie deren Repräsentation in Etrurien besser erfassen zu können.

Die dritte Sektion widmet sich ‚Repräsentationsstrategien etruskischer Familien im Hellenismus‘, die mithilfe von Grabkontexten, Darstellungen auf Sarkophagen und funerären Inschriften rekonstruiert werden. Laura Nazim interpretiert in ihrem Beitrag Motive auf Steinsarkophagen, die bisher als Jenseitsreisen aufgefasst wurden, als eheliche und familiäre Szenen. Im Folgenden analysiert Robinson Peter Krämer Grabinschriften aus Tarquinia und dem ager Tarquiniensis auf ihre soziale Aussagekraft hin und sieht diese als Ausdruck von gezielten kommemorativen Strategien. Paul Pasieka diskutiert schließlich hellenistische Wiederbelegungen älterer prominenter Familiengräber in Cortona, Chiusi und Vetulonia und sieht darin Resilienzstrategien und Identitätskonstruktionen in Krisenzeiten.


Im letzten thematischen Abschnitt geht es um ‚Hausgemeinschaften, Siedlungsstrukturen und Landschaften‘. Hierbei wurden anhand von landschaftlichen und makroregionalen Analysen Familien- und Sozialstrukturen in Süditalien und auf Sizilien untersucht. Raffaella Da Vela rekonstruiert anhand von Daten aus Gräbern, Sakralorten und Haushaltskontexten die Rolle und den Aufbau der Familie im eisenzeitlichen Hirpinien und deutet diese als soziale Ressource. Schließlich analysiert Maria Carmen D’Onza Ritualplätze des 9.–6. Jhs. v. Chr. im Rahmen indigener Siedlungen auf Sizilien als Orte sozialer Prozesse und Kommunikationsstrategien.

Geographische Verteilung der Beiträge in diesem Band (Raffaella Da Vela mit QGIS 3.24, <http://www.qgis.org>; Geodaten: EPSG:4326; SRTM Data: A. Jarvis, H. I. Reuter, A. Nelson, E. Guevara, 2008, Hole-filled seamless SRTM data V4, International Centre for Tropical Agriculture (CIAT), available on <http://srtm.csi.cgiar.org>)

Für sehr hilfreiche und tatkräftige Unterstützung während des Treffens in Wien danken wir Univ.-Prof. Luciana Aigner-Foresti sowie David Hack. Ebenfalls zu Dank verpflichtet sind wir Franziska Beutler, die als Verantwortliche für die Reihe ‚Wiener Beiträge zur Alten Geschichte online‘ (WBAGon) unsere Ta

 

Bd. 3 (2020): Municipal Structures in Roman Spain and Roman Italy. A Comparison, Proceedings of the Colloquium Vienna, 3rd July 2018
Municipal Structures in Roman Spain and Roman Italy. A Comparison
Proceedings of the Colloquium
Vienna, 3rd July 2018

edited by Federico Russo

Idem ius municipi flavi Irntiani esto, quod esset, si municipi Italiae libertus esset. Questa breve citazione, tratta da un capitolo della Lex Irnitana che pone un preciso parallelo tra il municipio irnitano e un qualunque municipio sul suolo italico a proposito della procedura della manumissio, sintetizza in modo icastico l’essenza e lo spirito dell’incontro internazionale che è stato ospitato dall’Institut für Alte Geshichte dell’Università di Vienna nel luglio 2018. In sintesi, la premessa da cui i lavori hanno preso l’avvio, e che è alla base dei contributi raccolti nelle prossime pagine, si fonda sulla considerazione che ciò che valeva per una comunità spagnola, poteva valere anche per una comunità italica, e viceversa, ad indicare una stretta vicinanza tra aree pure così distanti (e non solo dal punto di vista geografico)
La vicinanza in tema di norme, leggi, regolamenti e disposizioni varie tra i municipi (o le colonie) della Spagna romana e le comunità dell’Italia appare come fatto noto già in età antica, e come tale è stato a più riprese studiato dalla critica moderna. Naturalmente, a questi due poli se ne aggiunge un terzo, vale a dire Roma, che, con la sua produzione legislativa relativa alla gestione dell’Impero ma anche dell’urbs stessa, avrà senza dubbio funzionato da punto di riferimento (o modello tout court), più o meno diretto, per le leggi che regolavano la vita amministrativa delle comunità locali, italiche e provinciali.
Alla luce di tali richiami, espressamente denunciati dalla documentazione epigrafica a nostra disposizione, è parso tanto doveroso quanto stimolante esplorare ulteriormente alcuni aspetti delle strutture amministrative dei centri locali spagnoli e italici per individuare ulteriori analogie e differenze tra di essi, spesso rimaste in ombra o inesplorate. Un approccio di questo tipo ha certo contribuito a migliorare la nostra conoscenza delle strutture ammnistrative locali e, per conseguenza, le modalità tramite cui, al momento di una fondazione coloniale o municipale, le leggi di un centro locale assumevano la loro fisionomia.
Vorrei concludere questa breve introduzione esprimendo la mia gratitudine, oltre che agli autori, agli ospiti e ai partecipanti del Convegno, all’Austrian Science Fund (FWF), che ha finanziato l’incontro entro il Progetto M-2142, e all’Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde, Papyrologie und Epigraphik dell’Università di Vienna, che lo ha ospitato e supportato.
Desidero in particolare ringraziare, per l’impagabile collaborazione e aiuto offerti, il Prof. F. Mitthof, il Prof. H. Taeuber, il Prof. E. Weber e la Dr. F. Beutler.
Inoltre, esprimo la mia gratitudine ai curatori di WBAGon per aver accettato la pubblicazione di questi contributi ed in particolare alla Dr. F. Beutler per averne seguito il processo editoriale con grande attenzione.
Un sentito grazie va, infine, a tutti coloro che in vario modo, con idee, suggerimenti e critiche, hanno preso parte alla stimolante discussione che ha avuto luogo in occasione dell’incontro e alla successiva fase di pubblicazione.
Federico Russo
(Università di Milano)
Veröffentlicht: 2020-04-23
Archiv

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